Heiko Müller
Kompetenz und Leidenschaft

Landtag

Im Jahr 1994 ergab sich für mich das zweitemal die Chance, für den Landtag zu kandidieren. 1990 wollte ich eigentlich Fuß in der Wirtschaft fassen, war im Ausland und konnte nicht zur Wahlkreiskonferenz gehen. Dadurch war ich nur Listenkandidat geworden.

1994 wurde das Ganze dann nicht nur ernst genommen, sondern auch tatsächlich ernst. So war ich dann von 1994 bis zu meiner Wahl zum Bürgermeister im Jahr 2007 Mitglied des Landtages Brandenburg.

Als Unternehmer in der SPD ist man ja ein wenig Exot. Allerdings ist es hinreichend dafür, um wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und später Ausschussvorsitzender im Wirtschaftsausschuss zu werden. Insofern passten dann auch die wirtschaftlichen Aufgaben als Unternehmer und die politischen Aufgaben als Landtagsabgeordneter ganz gut zusammen.

Dazu kamen die organisatorischen und strategischen Aufgaben als Fraktionsvorsitzender im Kreistag Havelland. Gegenüber 1990 hatte sich vieles geändert, manches aber auch nicht. So haben wir unterdessen viel professioneller gearbeitet und viele Illusionen und manche Hoffnungen waren verloren gegangen. Eines hatte sich aber nicht geändert - Langeweile war ein Fremdwort.

Wahlkampf

Alt zu sein ist relativ. Im Jahr 2007 war Bürgermeister Jürgen Bigalke zumindest älter als das Gesetz erlaubt. Zumindest das für die Dienstzeit von Bürgermeistern in Brandenburg zuständige Gesetz. Weil er 65 Jahre alt wurde, musste er in den Ruhestand gehen und eine Nachfolge wurde gesucht. Als mich Leute fragten, ob ich Interesse hätte, war meine Antwort „Nein". Ich hatte Spaß an der Politik im Kreistag und im Landtag und natürlich auch an meinem Unternehmen.

Eine ganze Reihe von Diskussionen später, war meine Entscheidung dann aber doch anders. In der Heimatstadt Bürgermeister werden zu können, ist schon etwas Besonderes. Verantwortung für die eigene Stadt zu übernehmen, kann man eigentlich nicht ablehnen. Zumindest ich nicht. Also wurde ein Bürgermeister-Wahlkampf organisiert und gewonnen. Mit 53% im ersten Wahlgang war es auch wieder ein überraschendes Ergebnis.

Am 1. November 2007 wurde ich Bürgermeister meiner Heimatstadt.



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