Heiko Müller
Kompetenz und Leidenschaft

 

Bürgermeister

Im Landtag kann man versuchen, es allen irgendwie Recht zu machen. Die Chance hat man als Bürgermeister nicht. Hier stehen sich Interessen diametral gegenüber. Wird in einer Schule investiert, ärgern sich Eltern in den anderen Schulen, dass ihre Schule noch nicht dran ist.

Wird ein Spielplatz oder eine Kita gebaut, freuen sich Eltern - die direkten Nachbarn sehen das aber oft ganz anders. Wird eine Anliegerstraße mit Gehweg gebaut, dann protestieren die Anlieger. Wird die Anliegerstraße ohne Gehweg gebaut, dann protestieren Senioren und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Wenn ein Einkaufszentrum oder eine neue Straße gebaut werden soll, da freuen sich die einen, und andere ärgern sich.

Die oft lange anhaltenden Diskussionen zu Entscheidungen zur Stadtentwicklung mit der Bürgerschaft und der Stadtverordnetenversammlung sind neben der Führung einer Verwaltung mit fast 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchaus geeignet, keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Ob Schulbauprogramm, neues Bürgeramt und Zentrumsgestaltung oder die Sport- und Spielanlagen - die letzten Jahre waren voller Projekte, die auf viel Zustimmung gestoßen sind. Schwierig war der Anliegerstraßenbau. Weil Sand- und Schotterstraßen für heutigen Verkehr und vor allem auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen völlig ungeeignet sind, musste die Stadtverordnetenversammlung mit einem Masterplan den Straßenbau beschleunigen. Die von der Verwaltung zu verschickenden Beitragsbescheide tragen aber die Aufschrift „Stadt Falkensee - Der Bürgermeister".

Verantwortung zu übernehmen ist halt nicht immer leicht.

Aber macht auch oft Spaß, wie bei der Entwicklung der neuen Stadthalle, die dieses Jahr ganz neue Möglichkeiten für Kultur und Sport in Falkensee schaffen wird.

Familie

Hin und wieder ist es hilfreich, mal jede politische Diskussion hinter sich zu lassen. Am besten gelingt das, wenn man mit den Enkelkindern spielt. Als vor 25 Jahren sowohl meine politische Arbeit als auch meine unternehmerischen Aufgaben begannen, war ich gerade mal 30 Jahre alt und meine Kinder noch klein.

Heute haben sie selbst jeweils ein Kind und haben mir und meiner Frau (und sich selbst) damit eine große Freude gemacht. In den Kindern liegt die Zukunft auch von Falkensee. Dafür lohnt es sich weiter zu arbeiten. Es bleibt viel zu tun.





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© Heiko Müller